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Ins neue Jahr gestolpert...

Autor: CarinaSchmidt | Datum: 12 Januar 2014, 15:58 | 2294 Kommentare

Eigentlich möchte ich auf dem Blog nicht so viel und ausführlich über Urlaub, Ausflüge und so weiter berichten, weil diese Dinge eher eine Ausnahme darstellen. ABER meine Silvesterfeier verdient einen Blogeintrag. Genau genommen würde schon die Hinfahrt einen eigenen Eintrag verdienen...

 

Der Plan: Eine Freundin aus dem Krankenhaus lädt mich ein mit ihren Freunden zum Strand zu fahren und dort Silvester zu feiern. Am 31. Dezember soll es um 7 Uhr losgehen, damit wir mittags ankommen und fast zwei Tage am Strand haben. Das würde bedeuten Sonnenuntergang, Feuerwerk am Strand, Lagerfeuer, gute Laune, Menschen in meinem Alter...
Zurück nach Hause sollte es dann am 1. Januar gehen.

Soweit der Plan.

Los geht's: Pünktlich um 7 Uhr bin ich bereit zum Aufbruch und warte darauf, dass ich abgeholt werde. Das klappt auch alles noch ziemlich gut. Um halb 8 kommen wir an dem Haus einer Freundin an und machen eine kurze Pause, sie packt noch die letzten Sachen zusammen und weiter geht's. Mit dem Bus eine halbe Stunde weiter fahren, bis wir in einem komplett anderen Stadtteil angekommen sind. Die Busfahrt kostete übrigens für zwei Personen ca. 75 ct. Dann hieß es kurz eine Station weiter anrufen, dass wir an dieser und jener Straßenecke warten und keine 20 Minuten später wurden wir auch schon abgeholt. Mit einem kurzen Frühstücksstopp ging es dann weiter bis zu dem Haus des Freundes meiner Freundin (ja, es wird komplizierter). Dort sollten wir noch ca. 1 Stunde warten, bis alle anderen angekommen sind und wir dann zusammen losfahren können.

Vier Stunden später: Wir sitzen immer noch - mittlerweile immerhin zu viert - im gleichen Haus und warten. Wir warten darauf, dass eine Person, die in Jakarta studiert endlich mit dem Flugzeug ankommt, aber da das Flugzeug eine so ewig lange Verspätung hat warten wir lange.

Endlich: Der kleine Bus mit allen Leuten ist auch bei uns angekommen und die Fahrt geht los! Auf geht's Richtung Strand! Noch kurz eine Raucherpause eingelegt, ein paar Früchte gekauft und es geht weiter. Nach einer halben Stunde die nächste Pause um in einem Supermarkt ein paar Snacksund Getränke einzukaufen und schnell weiter.

Kurze Zeit darauf: Einem der Mädchen fällt auf, dass sie ihre beiden Handys im Supermarkt hat liegen lassen. Das gleicht ungefähr einem Weltuntergang mit Apokalypse hoch 13. Also schnell umgedreht, zurückgefahren und wer hätte es gedacht: Beide Handys sind weg! Nachdem erstmal die Überwachungskamera verstanden werden muss werden sich die Aufnahmen angesehen und siehe da, es wurde geklaut. 

Die nächsten Schritte: Polizei anrufen, die Aufnahmen noch mindestens fünf mal ansehen, alle Leute fragen wo denn der Täter hingegangen sei und mit den verschiedensten Antworten in der Gegend rumfahren, während sich die Polizei sehr viel Zeit lässt.

In der Zwischenzeit: Die meiste Zeit haben wir in der Gegend rumgesessen, gewartet, gehofft, dass die Polizei endlich fertig ist, eine Moschee gesucht, damit jeder der wollte und Zeit hatte beten konnte, mal wieder etwas gegessen, den Himmel beim dunkel werden beobachten und den Sonnenuntergang am Strand über den Haufen geworfen.

Endlich #2: Nachdem das Mädchen noch mit der Polizei auf die Wache gefahren ist um dort nochmal alles anzugeben können wir endlich um ein IPhone 5 und ein Blackberry erleichtert weiter fahren in Richtung Strand! Pünktlich zum erneuten Aufbruch hat es dann angefangen zu regnen und es wurde sogar ziemlich kühl.

Später: Genau genommen drei oder vier Stunden Fahrt, ein paar Raucherpausen später und mit deutlich gestigenem Müdigkeitslevel halten wir wieder an. Warum denn schon wieder? Die letzte Raucherpause war doch erst vor 15 Minuten...

Schön wär's gewesen: Wenn es sich nur um eine Raucherpause oder ähnliches gehandelt hätte. Stattdessen war irgendetwas am Minibus kaputt und wir konnten schieben. Glücklicherweise hatten wir gerade einen ganzen langen Teil in dem es bergauf ging hinter uns! Auf dem nächsten Hof heißt es dann mal wieder rumtelefonieren und warten.
Theoretische Wartezeit: Vielleicht so eine Stunde... Danach wäre es ca. 21 Uhr gewesen und wir hätten es noch locker bis Mitternacht zum Strand geschafft.
Praktische Wartezeit: weitere fünfeinhalb Stunden, wodurch wir mitten im Nirgendwo auf einem kleinen Hof zwischen Palmen und Regen ins neue Jahr rutschen. 

Frohes neues Jahr! Es fängt zwar ziemlich bescheiden an, aber auch auf diesem Hof unter einer aufgespannten Plane und mit insgesamt fünf Bierflaschen (auf 15 Leute - eine religiös gesehen extrem bunt gemischte Gruppe...) lässt sich gut Silvester Feiern. Das Feuerwerk zwischen den Palmen, der leichte Nieselregen und das Gefühl nicht die einzige Person weit und breit in meinem Alter zu sein sind richtig gut. Es läuft zwar nichts wie geplant, aber wann tut es das schon mal in Indonesien? Schön ist es trotzdem irgendwie.

Die erste Begegnung: Mit einem Hausaffen sollte dann direkt im neuen Jahr 2014 folgen. Dieser ist nämlich an einem der Bäume neben unserer Plane angekettet und hat sich so geschickt in seine Leine eingedreht, dass er die ganze Zeit hin und her schaukeln kann. Der hat sich dann noch so einiges rausgenommen und zum Beispiel mit einer Papiertröte rumgespielt, die es hier zu Silvester haufenweise gibt, sich die eine oder andere Zigarette geklaut und aufgeraucht (ernsthaft! Ich habe es leider nicht geschafft ein gutes Foto zu schießen) und wahllos Leute angegriffen. Blöd für ihn, dass seine Leine nur einen gewissen Spielraum hatte. (Für alle Tierschützer unter euch: Nein, ich unterstütze so eine Haltung von Tieren nicht!)

Endlich #3: Der Ersatzwagen und eine Person die sich mit unserem Minibus auskannte sind so gegen zwei Uhr nachts angekommen und wir können endlich weiterfahren. Wie schön das Gefühl eines fahrenden Autos sein kann! Es ist unglaublich, dass wir ohne weitere Zwischenfälle um drei Uhr morgens am Strand ankommen. Noch schnell ein Zelt aufgebaut und alle Sachen bereit gelegt. Eine andere Gruppe ist anscheinend ähnlich spät wie wir und die haben sogar noch ein Feuerwerk dabei! Also haben wir doch noch ein kleines Feuerwerk, dass sich dann auch noch direkt im Wasser spiegelt und somit doppelt schön ist.

Mitten in der Nacht: Okay, eigentlich ist es die ganze Zeit schon mitten in der Nacht, aber mitten in der Nacht, als wir ein bisschen Ruhe haben und uns hinlegen wollen, hat es dann richtig angefangen zu regnen und es wurde alles nochmal umgebaut und alles Regensicher gemacht. Von dem ganzen hin und her habe ich nichts mitbekommen, weil ich nach über 20 Stunden unterwegs ziemlich müde bin und schon vorher einfach eingeschlafen bin. 

Neuer Plan: Ich denke mir, wenn ich schon den Sonnenuntergang nicht sehen konnte, dann will ich wenigstens den Sonnenaufgang sehen. Blöderweise verdecken die dicken, schweren, grauen Regenwolken alles und ich habe ihn im Endeffekt so oder so verschlafen.

Ohne Ende: Regen, Regen, Regen, Regen, Regen.... Der erste Tag im Jahr und schon ist alles verregnet und grau. Die Sonne kommt kaum hinter den Wolken hervor und es ist alles kühl und nass. Außer dem Wasser vom Meer (oder war es jetzt doch ein See? Da bin ich mir nicht so sicher...). Also nass ist es natürlich schon, aber warm! Richtig warm! Man kann sich im Wasser aufwärmen, ist dann aber komplett dreckig und die kalten "Duschen" vor Ort haben auch direkt wieder abgekühlt, was ich nicht so super finde.

Letzt-endlich #4: Mittags machen wir uns auf den Rückweg und ich hoffe so, dass es dieses mal ohne irgendwelche Zwischenfälle klappt! Und tatsächlich: nach sechs, sieben Stunden Fahrt und einer Pause zum Mittagessen bin ich wieder zu Hause. Müde, kaputt, nass, kalt, glücklich und zufrieden. Jetzt heißt es nur noch schlafen, schlafen, schlafen. Am nächsten Tag wartet die Arbeit nämlich schon wieder und das neue Jahr hat angefangen...

ngomong-ngomong: Pünktlich zum neuen Jahr habe ich auch mal wieder einen Spracherfolg erlebt und ich habe die erste Predigt in einem Gottesdienst komplett verstanden! Es war zwar ein Jugendgottesdienst, weshalb auch eher alltägliche Sprache benutzt wurde, aber ich freue mich trotzdem wie ein kleines Kind darüber :)

Liebe Grüße und ein schönes neues Jahr,
Carina

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